Design Culture

„Verlangsamung P“

Schrift selbst ist schutzlos, Schrift braucht Schutz. Der Einfluss von Geschwindigkeit und verfeinerter Beweglichkeit mit neuen Technologien in simultierten und imaginären Räumen stellt einen neuen Aspekt der Verlangsamung dar. So wird ein Zusammenhang zwischen Raum „einfangen“ und Verlangsamung vermutet. Welche Relevanz hat Schrift für Verlangsamung und wie sind sie miteinander verwoben? Wie oder was kann Schrift vor endloser Beschleunigung / Ent- schleunigung schützen? Wo findet Verlangsamung einen Ort? Was ist ein Park? Kann ein Park wie Schrift gelesen werden? Ausgehend von der Feststellung, Schrift selbst ist schutzlos; Schrift braucht Schutz, stellt sich die Frage, was kann Schrift vor endloser Beschleunigung / Entschleunigung schützen.

In Erinnerungen an Städte bleiben meist Aussenräume durch die hindurch geschritten wird. Erinnerungen werden verwoben mit flüchtigen Atmosphären, Täuschungen, Dialogen, Worten, Geschwindigkeiten und Stadtklang. Einerseits scheinen kommerzielle Darstellungen des Wortes Park an Wände fixierte wie „Fe- tische“, andererseits weist die Schrift von sich weg auf den Ort Park. Der Bedeutungsumfang des Wortes Park im europäischen Denken wird analysiert. Ein Park zeigt sich als radikaler Fall, dem daran gelegen ist zu verbergen, dass es ein Bild (Trompe l’Oile) ist. Es gilt Denksysteme und Vorstellungen aufzudecken, zu beschreiben, kritisch zu hinterfragen, eintransplantierte Regeln zu spiegeln, die Pole zwischen öffentlichen und geschlossenen Parks aufzudecken. All das Verwobene ermöglicht unterschiedliche Bedürfnisse zu erkennen und zu charakterisieren, als Kultur Sprache skizziert.

Es wird herausgearbeitete; dass ein Park ein bestimmtes Raster ist, der eine bestimmte Welt durchlässig spiegelt, dass Verlangsamung eine Wechselwirkung zwischen bearbeiteten und ursprünglichen Formen sein kann. Es wird untersucht, welche Verlangsamungen planbar sind und welche ein Spiel zwischen Sinnlichkeit und Verstand sind. Die „Fetischisierung“ von Schrift am Beispiel des Wortes Park wird wieder aufgenommen. Davon ausgehend, das Schriftzeichen zunächst Eigenzeichen sind und Schrift sich nicht nur auf ökonomische Dingwelten beziehen, wird dargelegt, dass Schrift es nicht sein lassen kann zu transfor- mieren. Durch „einlegen“ von Schrift wird ein Bild als etwas eigenes markiert, etwas besonderes, indem
es sich als Eigentum einer Schutzmacht markiert, die von einem Kollektiv beglaubigt wird. So kann davon ausgegangen werden, dass Einschreiben von Verlangsamung in Geschwindigkeitsräume mittels Schrift möglich ist.